Dr. med. Walter Sehnert

Privatärztliche internistische Praxis in Dortmund

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Praxis für innere Medizin, Hypertensiologie
Institut für klinische Forschung IKFS

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Bluthochdruck

Bei der arteriellen Hypertonie ist der Druck im arteriellen Gefäßsystems chronisch erhöht. Nach Definition der WHO gilt ein mehrfach in der Arztpraxis gemessener systolischer Blutdruck von mindestens 140 mmHg und/oder ein diastolischer Blutdruck von mindestens 90 mmHg als Hypertonie.

Mögliche Ursachen des Bluthochdrucks sind Störungen des Hormonsystems, des Herz-Kreislauf-Systems sowie Nierenschäden. Zu 90% finden sich jedoch keine ursächlichen Erkrankungen. Die Vererbung spielt eine große Rolle. Leiden beispielsweise die Eltern bereits unter Hypertonie, erhöht sich das Risiko, selbst von Bluthochdruck betroffen zu sein, um ein Vielfaches.

Zu hoher Blutdruck - einer der "vier großen Risikofaktoren"

Bluthochdruck gilt – neben Diabetes mellitus mit seinen Folgeerkrankungen, Tabakrauchen und Hypercholesterinämie – als einer der „vier großen Risikofaktoren“.
Die Krankheitshäufigkeit (Prävalenz) der arteriellen Hypertonie ist in den Industrieländern seit den 1980er Jahren konstant hoch. Sie liegt bei 10–50 % der Gesamtbevölkerung, wobei die Häufigkeit mit dem Alter deutlich ansteigt. Über 20 % der Mitteleuropäer haben einen stark erhöhten systolischen Blutdruck von über 160 mmHg, bei den über 80-jährigen liegt dieser Anteil sogar bei 30 %. Die arterielle Hypertonie tritt jedoch auch bei Jüngeren auf. In der Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen ist der Druck in den Gefäßen bei etwa jeder zehnten Frau und etwa jedem vierten Mann zu hoch. Mit steigendem Lebensalter nimmt die Häufigkeit des Bluthochdrucks stark zu. Bei den über 60-jährigen weist nur noch etwa jeder Vierte normale Blutdruckwerte auf. Die höchste Hypertonie-Prävalenz in Europa findet sich in Deutschland, auch bei der Schlaganfall-Mortalität steht Deutschland mit an Europas Spitze.[5]

Bluthochdruck vs. Beruf

Ein bedeutsamer blutdrucksteigernder Faktor kann der Beruf sein. Von durchschnittlich 44 Jahre alten Erwerbstätigen hatten nur 35 % einen normalen Blutdruck, und von arbeitenden Bluthochdruckkranken hatten nur 7,5 % unter blutdrucksenkender Therapie normale Blutdruckwerte.

Etwa 45 % der Todesfälle bei Männern und 50 % der Todesfälle bei Frauen werden durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht, welche mit arterieller Hypertonie in Zusammenhang stehen, wie Koronare Herzkrankheit (KHK), Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Nierenversagen, Schlaganfall und arterielle Verschlusskrankheit. Neben dem erhöhten Arterioskleroserisiko bewirkt ein dauerhaft zu hoher Blutdruck eine Schädigung des Herzmuskels. Die Muskulatur wird dicker und steifer, so dass das Herz sich nicht mehr so leicht entspannen und Blut ansaugen kann (diastolische Compliancestörung). Hierdurch kommt es zu einer schlechteren Füllung des Herzens und zu Symptomen einer Herzschwäche (diastolische Herzinsuffizienz), hier insbesondere Luftnot unter Belastung bzw. bei schnellem Herzschlag (Tachykardie).

Das wichtigste: Eine gesunde Lebensweise

Das wichtigste und wirksamste Mittel gegen Bluthochdruck ist eine gesunde Lebensweise. Doch es lohnt sich. Sie kann eine leichte Hypertonie oft schon auf normale Werte senken. Erkrankte mit einer schwereren Form der Hypertonie können durch einen gesunden Lebensstil erreichen, dass sie möglichst wenig Medikamente nehmen müssen. Das bedeutet für viele Betroffene eine massive Änderung ihres gewohnten Lebens.

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