Dr. med. Walter Sehnert

Privatärztliche internistische Praxis in Dortmund

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Praxis für innere Medizin, Hypertensiologie
Institut für klinische Forschung IKFS

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CRP (C-reaktives Protein)

Neueste Untersuchungen haben gezeigt, dass bei Patienten mit Herzinfarkt oder Schlaganfall etwa ein Fünftel keinen der Risikofaktoren aufweist, die für die zugrunde liegende Atherosklerose typisch sind, weitere 40 % haben nur einen der Hauptrisikofaktoren. Forscher haben deshalb intensiv nach weiteren „Indikator-Substanzen“ gesucht und einen wichtigen neuen Risikofaktor identifizieren können – das CRP. CRP zeigt an, ob im Körper Entzündungen vorliegen und dazu gehört auch die Atherosklerose. Das amerikanische Magazin „Time“ bezeichnete CRP bereits im Jahr 2004 in einer Titelstory als „The Secret Killer“.

Was ist CRP?

CRP (Abkürzung für C-reaktives Protein) ist ein so genannter Marker für Entzündungen im Körper – hohe Werte für CRP im Blut zeigen also an, dass eine Entzündung vorhanden ist. Das können zum Beispiel rheumatische Erkrankungen sein oder auch Infektionen. Mittlerweile ist bekannt, dass der Atherosklerose („Arterienverkalkung“) ebenfalls eine Entzündung zugrunde liegt, folgerichtig kann auch der Entzündungsmarker CRP dabei erhöht sein.

Die Rolle von CRP bei Atherosklerose

In den USA ist schon vor einigen Jahren festgestellt worden, dass CRP ein wichtiger und eigenständiger Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall ist. Die internationalen Ärztegesellschaften haben deshalb auch bereits Richtlinien erlassen, wann auf einen erhöhten CRP-Wert untersucht werden soll. So ist inzwischen bekannt, dass Personen, bei denen mit empfindlichen Verfahren dauerhaft erhöhte CRP-Werte von über 3 mg/l nachgewiesen werden, ein mehr als doppelt so hohes Risiko für eine schwere atherosklerotische Herzerkrankung haben als Personen, deren CRP unter 1 mg/l liegt.

Wann und wie wird ein hoher CRP-Wert behandelt?

Werte unter 1 mg/l Blut gelten als normal, CRP-Werte über 2 mg/l Blut werden nach den durchgeführten Studien als behandlungsbedürftig angesehen. Von den internationalen Ärztegesellschaften wird eine zusätzliche CRP-Untersuchung dann empfohlen, wenn ein niedriges bis mittleres Risiko vorliegt, innerhalb der nächsten 10 bis 20 Jahre eine schwere Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln. Generell empfehlen Experten auch eine CRP-Testung, wenn in der Familie bereits ernste Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorliegen oder wenn Patienten die umfangreiche Feststellung Ihres individuellen Herz-Kreislauf-Risikos wünschen.

Erhöhte CRP-Werte können mit Statinen behandelt werden. Das sind Substanzen, die auch zur Behandlung von erhöhten Cholesterinwerten eingesetzt werden.

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